Natural Doctrine

Natural Doctrine
Anzahl der Spieler nicht Netzwerkfähig mit Trophäen ohne 3D ohne PlayStation Move
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Disc-Informationen
BD-25
Publisher:
Erscheinungsjahr:
Kategorie:
Sprachen:
Untertitel:
Menüsprache:
Altersfreigabe:
HD-Auflösung:
-
Tonformat(e):
Dolby 5.1
Netzwerkfähig:
Nein
Trophäen:
Ja
Veröffentlichung:
07.10.2014 (Release)
PlayStation 3 Review
Story
 
4
3D Grafik
 
5
Sound
 
5
Singleplayer
 
5
Multiplayer
 
6
Gesamt
 
5,0
geschrieben am 07.11.2014
Bei Natural Doctrine handelt es sich um ein Taktik-RPG mit rundenbasierten Kämpfen, die auf ein komplexes Kampfsystem aufbauen. Der Titel erschien in Japan bereits im April 2014 und hat nun seinen Weg nach Nordamerika und Europa gefunden. Ob es deswegen Grund zur Freude gibt und für wen Natural Doctrine einen Blick wert ist, zeigt sich nach einer intensiven Prüfung. Besonders die anspruchsvollen Kämpfe mit gesalzenem Schwierigkeitsgrad wurden vorab besonders angepriesen.

Story

Suche läuft...läuft…und läuft…mögliches Ergebnis gefunden. So könnte es aussehen, wenn man sich auf die Suche nach der Story des Titels begibt. Denn wirklich umfangreich fällt diese nicht aus, nein, in der Tat ist diese sogar recht simpel und mit wenigen Worten hat man die Einleitung verfasst. Natural Doctrine erzählt die Geschichte einer Welt, in der das Fortbestehen der Menschheit an einem seidenen Faden hängt. Die Menschheit ist unter Belagerung und befindet sich am Rande des Aussterbens. Die einzige effektive Verteidigung, das einzige Mittel die Flut der Feinde einzudämmen, bildet Pluton, ein seltenes Mineral, das dafür sorgt, dass die Menschen magische Energie erzeugen und Magie wirken können. Dieses Mineral ist die letzte Hoffnung der Menschheit. Doch es ist eine schwierige und aufwendige Sache, Pluton zu fördern. Eine gefährliche Arbeit, die man nur den Bergmans anvertraut. Klingt wie eine bekloppte Familie aus einer Kinokomödie, ist aber ein spezieller Berufszweig - eine Mischung aus Bergleuten und Abenteurern. Diese Bergmans durchforsten Goblin-verseuchte Minen, um die kostbare Ressource zu extrahieren und mit allen notwendigen Mitteln zu verteidigen. Als Spieler übernimmt man die Rolle einer solchen Bergmans-Mannschaft, Und diese wird ziemlich schnell in einen Konflikt hineingezogen, der weit größer ist, als ihre Vorstellungskraft. Klingt im ersten Ansatz nicht schlecht, aber ist auch nicht sonderlich berauschend. Ein typischer Auftakt für ein Rollenspiel. Entscheidend ist, was man daraus macht. Das hat den Entwicklern aber leider niemand erzählt, sonst hätten Sie sich da eventuell noch mal drangesetzt. Die Erzählung leicht „schlampig“, gespickt mit Klischees, die man aus unzähligen Animes und JRPGs kennt. Es gibt zwar kleinere Überraschungen im weiteren Spielverlauf, aber nichts, was das Prädikat „erzählerisch wertvoll“ verdient. Die Besetzung der Truppe ist etwas…einigen wir uns auf seltsam. Es ist wirklich schade, weil Natural Doctrine dadurch nicht nur ein extrem wichtiger Bestandteil fehlt, sondern auch dem Spieler auf Dauer ein Motivationsinstrument fehlt, um sich mit den oft sehr schweren Kämpfen zu beschäftigen, geschweige denn, das umfangreiche Kampfsystem zu meistern.

Grafik

Jetzt kommt wieder der Phrasendrescher mit Höchstgeschwindigkeit um die Ecke gerauscht. Rollenspiele brauchen keine Hammergrafik, wichtig sind die Story und die Spielmechanik. Mit Charakterentwicklung, tonnenweise Ausrüstung und am besten mit einem ordentlichen Crafting-System. Stimmt im Prinzip auch, denn wenn das alles passt, kann die Optik auch mal zur Nebensache verkommen. Wenn man es aber etwas kritischer sieht, darf man aber ruhig hinterfragen, warum Entwickler diesen Aspekt dann nicht wenigstens mehr in den Fokus rücken, um einen dicken Pluspunkt zu sammeln oder ihrem Werk damit den Feinschliff zu verpassen. Ganz kritisch gesehen könnte man auch mal fragen, ob die Entwickler spinnen und ob sie mal auf den Kalender geschaut haben. Während einige sich noch fragen, was das lange Gebabbel soll, haben andere den Braten sicher schon gerochen. Genau – das Spiel sieht absolut mies aus. Wären Zeitreisen möglich, hätte die PlayStation 2 einen grafisch überzeugenden Rollenspiel-Geheimtipp, um auch mal was Positives zu sagen.

Sound

Da es sich hier um einen typischen Fernost-Titel handelt, bei dem Interessenten froh sein können, dass dieser mit einer angepassten westlichen Veröffentlichung bedacht wird. Das heißt natürlich keinesfalls, dass der Titel komplett lokalisiert erscheint wie in diesem Fall. Aber immerhin gibt es vollständig englischsprachige Menüs und Sprachausgabe. Die Synchronsprecher sind bemüht, ihre Charaktere in den Dialogen passend darzustellen, was auch meistens gelingt. Die Soundkulisse während des Spiels ist auch ok. Allerdings stören die oft während der Kämpfe ertönenden Rockstücke ein wenig die Atmosphäre. Da gab es schon zahlreiche Titel, die das besser gemacht haben.

Singleplayer

Bevor das Spiel beginnt, darf man sich, wie in der Regel üblich, einen Schwierigkeitsgrad auswählen. Der ist bei diesem Titel nicht ganz ohne. Nicht umsonst haben die Entwickler der europäischen Version noch die Auswahl „Easy“ spendiert. Unter den Japanern scheint es einfach mehr Hardcore-Zocker zu geben, bei denen es länger dauert, bis sie in den Controller beißen. Hat man seine Wahl getroffen, sollte man als Nächstes mit dem Tutorial fortfahren, um sich mit den Grundzügen der recht komplexen Steuerung vertraut zu machen. Das Prinzip des Spiels ist im Gegensatz dazu recht simpel. Man zieht mit der eigenen Heldengruppe Zug um Zug durch unterschiedliche Dungeons. Tauchen Gegner auf, kommen Kampf- und Taktikbefehle hinzu. Man darf dann wählen, ob und wie man den Gegner attackiert oder ob man in Verteidigungsstellung geht, zum Beispiel auch, um einen anderen Charakter zu schützen. Das klingt im Prinzip ganz gut und einfach, doch es wird sehr schnell klar, dass es so nicht bleibt. Aus den etwas unübersichtlichen Menüs lassen sich zahlreiche Angriffe und Fähigkeiten auswählen, zudem können mehrere Charaktere ihre Aktionen kombinieren. Zu den simpelsten Kommandos gehört da noch, dass man den Nahkämpfer mit seinem Schild den Fernkämpfer schützen lässt. Richtig fette Boni gibt es, wenn mehrere Charaktere den gleichen Gegner angreifen oder eine bestimmte Formation einnehmen. Kommen dann erstmals richtige Angriffsketten zum Einsatz dann wird es leicht unübersichtlich und es wird oft haarig. Denn die Gegner beherrschen auch einige besondere Attacken und können ebenso ihre Aktionen aufeinander abstimmen. Und in der Regel sind die Gegner auch in der Überzahl. Die unübersichtlichen Menüs machen es dem Spieler auch nicht gerade leichter. Abseits des Story-Verlaufs darf man sich an diversen Nebenmissionen versuchen. Diese sind ebenso wie die Story-Missionen auf der Übersichtskarte einsehbar und aufzurufen. Die Qualität der Beute ist sehr schwankend, aber die zu gewinnende Erfahrung kann die Heldengruppe definitiv gut gebrauchen. Allerdings sind auch diese optionalen Kämpfe alles andere als einfach. Es ist gut möglich, dass man diese auf Dauer links und rechts liegen lässt und nur noch dem roten Faden folgt. Und auch das ist fraglich, denn an vielen Stellen ist Natural Doctrine einfach sauschwer und teilweise echt unfair. Dabei ist das Grundprinzip des Spiels recht interessiert und hat viele gute Ansätze. Darunter fällt auch die gelungene Charakterentwicklung. Jeder Charakter kann enorm viele und unterschiedliche Fähigkeiten erlernen und Spezialisierungen lassen sich jederzeit ändern. Das ist zwar sicherlich nicht besonders realistisch bietet aber viele taktische Möglichkeiten.

Multiplayer

Auch der Mehrspielermodus ist ein (kleiner) Lichtblick. Dieser ähnelt im Prinzip einem typischen Sammelkartenspiel und erlaubt dem Spieler, sich eigene Armeen aus den diversen Charakteren und Kreaturen zusammenzustellen. Entweder spielt man gegen die Armee eines Freundes oder mit ihm gemeinsam gegen den Computer. Der Modus ist zwar nicht besonders umfangreich und es gibt keine Auswahl an Spielmodi, aber es ist trotzdem eine recht spaßige Angelegenheit.

Fazit

Ziel verfehlt! Der Ansatz ein forderndes Rollenspiel mit taktischen Kämpfen zu entwickeln ist ja wirklich toll. Im Prinzip gibt es für solche Spiele haufenweise potentielle Abnehmer und es ist ja auch nicht so, dass man als Konsolenspieler mit solchen Spielen zugeschüttet wird. Aber Natural Doctrine macht leider zu viel falsch und lässt sich auch nur schwer als Hardcore-Geheimtipp anpreisen. Leider ein Titel, bei dem die Freude über den Europa-Release nicht lange anhält.
  • komplexes Kampfsystem
  • viele taktische Möglichkeiten
  • gelungene Charakterentwicklung
  • schwer und teilweise unfair
  • ziemlich hässlich
  • Story und Charaktere bleiben blass
  • unübersichtliche Menüs
(mar)
(weitere Reviews anzeigen)

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