Shadow of the Colossus

Shadow of the Colossus
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Publisher:
Erscheinungsjahr:
Kategorie:
Altersfreigabe:
HD-Auflösung:
-
Tonformat(e):
Dolby 5.1
Netzwerkfähig:
Nein
Trophäen:
Ja
Veröffentlichung:
07.02.2018 (Release)
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PlayStation 4 Review
Story
 
5
3D Grafik
 
9
Sound
 
9
Atmosphäre
 
10
Singleplayer
 
9
Gesamt
 
8,4
geschrieben am 21.02.2018
Shadow of the Colossus war nach langer Entwicklungszeit 2005 einer der letzten großen Titel für die in die Jahre gekommene Sony PlayStation 2. Rasch eroberte das Spiel sich eine treue Fangemeinde. Das führte dann auch dazu, dass für die PS3 2011 ein HD-Remaster erschien. Jenes stellte allerdings immer noch eine Version dar, die grafisch recht nahe am Original spielte. Nun legt Bluepoint Games, welche unter anderem auch hinter Uncharted: The Nathan Drake Collection stecken, eine vollwertige Neuauflage für die PS4 vor. Das Warten hat sich gelohnt.

Story

Die rudimentäre Story ist nicht unbedingt die Stärke von Shadow of the Colossus. So beginnt das Spiel grob damit, dass der Hauptcharakter Wander eine Frau namens Mono aus dem Reich der Toten zurückholen möchte. Dafür bittet er die mystischen Dormin um Ende – körperlose Wesen, die ihm den Weg weisen. Als einzigen Begleiter hat Wander sein Pferd Agro, das ihn zu den Kolossen trägt, welche er niederstrecken muss, um Mono zurück zu gewinnen. Wer sich nun komplexe Charaktermomente, eine spannende Story und allerlei Wendungen erhofft, guckt in die Röhre. Denn viel mehr als diese grobe Rahmung gibt es in Shadow of the Colossus dann auch nicht. Deswegen ist es aber auch schwierig, das Game in diesem Bezug bewerten. Am Ende muss man wohl streng genommen von durchschnittlich sprechen. Denn die Geschichte des Spiels gibt zwar extrem wenig her, sie steht aber auch nicht im Vordergrund. So konzentriert sich Shadow of the Colossus auf andere Aspekte: Etwa die Einsamkeit und Melancholie, welche die Spielwelt aus jeder Pore verströmt. Unser Ergebnis ist zwar keine hohe Story-Wertung, aber dafür räumt der Titel bei der Atmosphäre ab.

Grafik

Wer eine PS4 Pro besitzt, kommt bei Shadow of the Colossus erst richtig auf seine Kosten: Das Spiel läuft wahlweise in 1440p, hochgerechnet zu 2160p, mit 30 fps oder aber nativ in 1080p mit stolzen 60 fps. Auf der regulären PS4 bleibt es bei 1080p und 30 fps. Die Performance ist sehr zu loben, denn sie war sowohl beim PS2-Original als auch beim Remaster auf der PS3 ein großer Schwachpunkt. Framerates unter 20 Bildern pro Sekunde waren leider keine Seltenheit. Hier gibt sich Shadow of the Colossus auf der PS4 und insbesondere der PS4 Pro komplett solide. Dabei wird eine Grafikpracht geboten, die nur hinter wenigen Games wie Assassin‘s Creed: Origins oder Horizon: Zero Dawn zurückstehen muss. So sieht Shadow of the Colossus dank exzellenter Kantenglättung extrem sauber und knackig aus. Scharfe Texturen, detaillierte Vegetation und flüssige Animationen machen das Spiel zu einem echten Hingucker. Kritisieren kann man, dass die Spielwelt relativ steril wirkt: Außer Wander, Agro und den Kolossen herrscht gähnende Leere. Man begegnet also keinen NPCs oder ausgefallener Flora und Fauna. Diese Leere ist zum Teil entstanden, weil die Entwickler ursprünglich mit den harten, technischen Einschränkungen der PS2 arbeiten mussten. Sie aber nun zu verändern, wäre der Atmosphäre des Spiels nicht gerecht geworden. Am Ende ist Shadow of the Colossus als kleine Überraschung aktuell eines der hübschesten PS4-Spiele. Die reduzierte Farbpalette, die scharfen Texturen, die stabile Performance, die gute Weitsicht und die saubere Bildqualität erschaffen zusammengenommen eine visuelle Präsentation, die kaum Wünsche offen lässt.

Sound

Shadow of the Colossus bietet einen sehr epischen Orchestersoundtrack, der etwa im Prolog des Spiels oder auch den Bosskämpfen besonders anschwellen darf. Beim Erkunden der Spielwelt halten sich jene Klänge hingegen eher im Hintergrund. Die Umgebungsgeräusche sind dabei eher subtil. Es steigen also nicht etwa zwitschernde Vogelschwärme auf oder man bewegt sich durch belebte Städte. Somit setzt das Spiel auf eine eher zurückgenommene Akustik, die gerade wegen dieses Minimalismus aber so gut funktioniert. Denn wenn dann die bombastischen Kämpfe gegen die Kolosse beginnen, darf ruhig die Bude wackeln. Wer seine PS4 mit einem Surround-Setup verbunden hat, spürt etwa, wenn der Hammer eines Kolosses gen Boden knallt oder das Biest sich schüttelt, um den Spieler wieder abzuwerfen. Im Grunde setzt Shadow of the Colossus somit an den richtigen Stellen Akzente, um den Spieler für sich einzunehmen.

Atmosphäre

Atmosphäre macht, ohne Übertreibung, wohl 90 % des Reizes von Shadow of the Colossus aus. Einsamkeit, Melancholie aber auch eine nostalgische Ruhe sind es, die das Spiel in jeder einzelnen Sekunde ausstrahlt. Es gibt nur wenige Spiele, speziell aus der PS2-Ära, die man mit dem Prädikat „künstlerisch“ versehen könnte. Doch Shadow of the Colossus zählt definitiv dazu. So kann man als Spieler selbst in sich gehen, wenn man als Wander auf Agro durch die leere Natur des Spiels reitet, um sich neue Pfade zu erschließen. Denn diese Ruhepause zwischen den an den Nerven zehrenden Kämpfen gegen die Kolosse, sind sehr stimmungsvoll inszeniert. Gerade die Abwesenheit anderer Kreaturen, NPCs und bewohnter Gebiete macht Shadow of the Colossus so eindringlich. Das Spiel wird dadurch mehr zu einer Erfahrung, die einem zum Nachdenken bringt. Schnell lässt man sich auf die Melancholie des Spieles ein und nimmt sich unbewusst die Zeit inne zu halten – um die Sonne durch die Bäume scheinen zu sehen, selbst vielleicht nostalgisch zurückzublicken oder sich zu fragen, was es eigentlich ist, das einen da gerade so an diesem im Grunde einfach gestrickten Game fesselt. Konkretisieren lässt sich das Ergebnis nur schwer, aber Shadow of the Colossus ist definitiv mehr als die Summe seiner Teile. Und die Atmosphäre des Spiels muss man deswegen selbst erleben, auch ein Let‘s-Play-Video vermag diese Erfahrung nicht einzufangen.

Singleplayer

Das Gameplay ist bei Shadow of the Colossus simpel aber gekonnt: Im Grunde geht es weniger um komplexe Kapriolen, sondern um Taktik, Reaktion und Geduld. Die Spielwelt erkundet man in der Regel auf dem Rücken Agros. Auf der Suche nach den Kolossen hilft Wanders Schwert. Reckt man es gen Himmel, zeigt ein Lichtstrahl grob den Weg, den man zum nächsten Kampf einschlagen muss. Klar, dass es dabei aber Hindernisse gibt. Manchmal muss man Felsen erklimmen, dann kleine Rätsel lösen, um einen Umweg freizulegen oder beim Springen das korrekte Timing ausfuchsen. Dabei hangelt man sich im Grunde von einem Bosskampf zum nächsten. Denn die Kolosse sind nichts anderes als Bosse, die allesamt jeweils festgelegte Schwachstellen aufweisen. Jene muss man erkennen, auch durch das „Scannen“ mit dem Schwert, und dann ausführlich malträtieren. Je nach Schwierigkeitsgrad bekommt man dabei schnell eins auf die Mütze und benötigt mehrere Anläufe, bis man die Bewegungsmuster und Schwächen der Kolosse herausgefunden hat. Es spielen also die richtig Taktik und die richtige Reaktion eine Rolle – ein Wegrollen im richtigen Moment rettet hier das Leben. Im Verlauf des Spiels erhält man dabei mehr Lebensenergie, das grundlegende Equipment, das aus Pfeil und Bogen sowie einem Schwert besteht, bleibt aber gleich. Das Gameplay ist also am Ende leicht zu Erlernen, aber schwer zu meistern, könnte man sagen. Letzten Endes geht es eben um klare Spielmechaniken, die man im Verlauf des Spiels perfektionieren muss, um gegen die immer stärkeren Kolosse zu bestehen.

Fazit

Auch fast 15 Jahre nach der ersten Veröffentlichung auf der PS2 hat Shadow of the Colossus nichts von seinem Reiz verloren. Das PS4-Remake ist technisch absolut auf der Höhe der Zeit. Zwar erhält man hier keine bombastische Geschichte, doch Shadow of the Colossus zeigt, dass in der Ruhe die Kraft liegen kann. Die intensive Traurigkeit des Spiels fasziniert genau so wie damals und nimmt den Spieler mit auf eine Reise, die man nur schwerlich vergessen kann. Dazu trägt auch die hervorragende Soundkulisse bei, die mit einem orchestralen Soundtrack passende Akzente setzt. Letzten Endes zeigt Bluepoint Games hier, wie ein zeitgemäßes Remake auszusehen hat und liefert das erste PS4-Highlight des noch jungen Jahres 2018 ab.
  • extrem einnehmende, melancholische Atmosphäre
  • epischer Orchester-Soundtrack
  • leicht zu erlernen, schwer zu meistern
  • rudimentäre Geschichte
(André Westphal)
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