Moss (PlayStation VR) (PSN)

Moss (PlayStation VR) (PSN)
Anzahl der Spieler nicht Netzwerkfähig mit Trophäen ohne 3D ohne PlayStation Move
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Erscheinungsjahr:
Kategorie:
Sprachen:
Untertitel:
Altersfreigabe:
HD-Auflösung:
Tonformat(e):
Dolby 5.1
Netzwerkfähig:
Nein
Trophäen:
Ja
Veröffentlichung:
27.02.2018 (Release)
PlayStation 4 Review
Story
 
9
3D Grafik
 
10
Sound
 
10
Atmosphäre
 
10
Singleplayer
 
9
Gesamt
 
9,6
geschrieben am 14.03.2018
Im vergangenen Jahr machte bereits bei Ankündigung ein Indie-Titel für die PSVR auf sich aufmerksam, den viele Gamer bereits beim Anspielen der Demo ins Herz geschlossen hatten. Die Rede ist vom märchenhaften Action-Adventure Moss von Polyarc Games, das vor kurzem erschienen ist und durch SONY vertrieben wird. Die kleine Maus Quill wird auf eine gefährliche Reise durch das zauberhafte Land Moss geschickt, bei der sie allerlei Abenteuer und Rätsel zu bestehen hat. Das Besondere dabei - wir als Leser sind Teil der Geschichte und können aktiv in die Handlung eingreifen. Wir haben uns angesehen, ob Moss die tatsächliche PSVR-Killer-App ist, auf die viele Gamer seit dem ersten Hands-On hoffen.

Story

Alles beginnt in der Schreibhalle eines alten Klosters. Vor uns befindet sich ein altes Buch. Unter Verwendung der Schultertasten unseres Controllers und einer entsprechenden Bewegung, schlagen wir das Buch auf... Das Land Moss hatte lange Zeit unter einer Monsterschlange zu leiden, die von ihrer Gier nach magischen Glasrelikten getrieben, alles zerstörte was sich ihr dabei in den Weg stellte. Unsere kleine Heldin, - die Maus Quill - stolpert über eines dieser Relikte und nimmt es mit nach Hause. Nachdem Quill das Relikt ihrem Onkel gezeigt hat, spricht dieser davon, dass dieser Fund nichts Gutes bedeuten würde. Kurz darauf macht sich Onkel Maus auf eine Reise – ohne zu sagen zu welchem Zweck noch wohin… In derselben Nacht sucht Quill ein Sternenlicht auf, das sie dazu überredet ihrem Onkel zu folgen. Hier beginnt unser großes gemeinsames Abenteuer.

Grafik

Die Grafik, die Polyarc Games auf SONYS-VR-Brille zaubert, ist wirklich zauberhaft schön. Es gibt Wälder die vor Details nur so strotzen. Es gibt Gras, einzelne Büsche, Blumen, tolle Wassereffekte. Dabei wirkt alles detailliert und unglaublich scharf. Die Locations die Quill im Laufe ihrer Reise erkundet sind u.a. malerische Dörfer, alte Burgen, dunkle Verließe, vergessene Tempelanlagen, eine Moorlandschaft. Alles wird in zarten Pastelltönen dargestellt und unterstreicht, zusammen mit den wundervollen Lichtstimmungen, den märchenhaften Gesamtcharakter der Settings. Dabei ist es möglich, wie bei einem Diorama, in jede kleinste Ecke der Landschaft zu schauen. Ein weiteres Highlight sind die geschmeidigen Animationen von Quill. Die Bewegungen der kleinen Maus sind einfach zu niedlich. Beispielsweise gibt sie uns ein „High-Five“ wenn wir eine besonders knifflige Situation oder Rätsel gemeistert haben, oder sie weist uns mit kleinen Gesten auf versteckte Lösungen hin.

Sound

Der verträumte Soundtrack von Moss unterstreicht und verdichtet gekonnt die märchenhafte Atmosphäre. Im Zusammenspiel mit der großartigen Erzählerin, die das Märchen vorliest, wird man regelrecht in die Geschichte hineingezogen und kann sich wunderbar in der zauberhaften Welt von Moss verlieren.

Atmosphäre

Polyarc Games verwendet ein tolles Potpourri von Einzel-Elementen, die sich zu einer grandiosen Gesamtatmosphäre verdichten. Angefangen bei der liebevollen Präsentation der Geschichte, den stimmungsvollen Landschaftsdarstellungen der Spielwelt, den grandiosen Animationen von Quill, der Soundkulisse, bis hin zu der großartigen Erzählerin – alle diese Dinge fügen sich ähnlich wie bei einem Puzzle zu einem großartigen Gesamtkunstwerk. Moss spielt sich wie ein interaktives Märchenbuch in der virtuellen Realität.

Singleplayer

Das Besondere an VR-Titeln soll ja sein, dass man als Spieler in diese Welt hineingezogen wird und als ein Teil davon fühlt. Diesen Aspekt bedient Moss, wie bisher kein PSVR-Titel zuvor. Als Leser werden wir quasi in die Geschichte um die kleine Maus Quill miteinbezogen. Wir können uns vorbeugen und die kleine zauberhafte Märchenwelt ganz genau unter die Lupe nehmen und mit den verschiedenen Objekten in der Welt interagieren. Wir öffnen Türen, verschieben Statuen um versperrte Zugänge zu öffnen, oder unterstützen in Kämpfen. Quill steuern wir mit dem linken Analog-Stick. Mit einem Druck auf die Taste „X“ springt die Kleine über Abgründe oder zieht sich an Vorsprüngen hoch, Mit der Quadrat-Taste zückt Quill ihr kleines Schwert und rückt damit fiesen Metallkäfern und anderen Gegner auf den Pelz. In den Kämpfen können wir Gegner packen und zusammen mit Quill in ihre Einzelteile zerlegen. So entstehen größere Prügeleien, die fordernd sein können, aber auch viel Spaß bereiten, da sie schnell, toll animiert und dabei nie unfair sind. Hier zeigt Moss den Charakter eines echten Action-Adventures. Falls Quill in den Kämpfen Schaden erleidet, haben wir die Möglichkeit unseren kleinen Helden in die Hand zu nehmen und somit zu heilen oder einfach zu kraulen. Außer den Kampfpassagen, gilt es natürlich auch massig Rätsel mit Quill zu lösen. Meistens geht es darum, einfach den Weg zu finden oder Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Die Puzzles sind gut zu lösen, da die notwendigen Hinweise zumeist im jeweiligen Raum zu finden sind - man muss halt nur genau hinsehen. In jedem Level gibt es außerdem diverse Schriftrollen zu finden, die das Fragment eines Bildes beinhalten. Das gefundene Fragmentteil wird anschließend in der Schreibhalle neben dem Märchenbuch Stück für Stück zusammengesetzt. Wenn man etwas Kritik anbringen möchte, dann höchstens die Tatsache, dass die Einzelplayer-Kampagne nur eine Gesamtspielzeit von drei- bis vier Stunden andauert.

Fazit

Moss durchbricht gewissermaßen die „vierte Wand “ zwischen Zuschauer und Protagonist. Wir bereisen zusammen mit Quill die Welt von Moss und unterstützen sie in Kämpfen und Rätseln auf unserer gemeinsamen Reise. Zudem ist die kleine Maus, wohl der niedlichste Charakter, den man seit langem in einem Computerspiel bewundern durfte. Die Animationen von Quill sind so glaubwürdig, flüssig und hinreißend – das man es manchmal selbst nicht glauben mag. Spätestens wenn sie uns zwischendurch zuwinkt, oder hinter ihren kleinen Ohren kratzt ist es um einen geschehen. Die wunderschöne Grafik im Zusammenspiel mit der großartigen Soundkulisse und der tollen Erzählerin, rundet ein großartiges VR-Gesamterlebnis ab. Als einziger Kritikpunkt bleibt die Tatsache, dass Moss leider nur 3-4 Stunden Spielzeit mit sich bringt. Wir können den Jungs von Polyarc Games nur zu Moss gratulieren. Es ist tatsächlich der lang erwartete Must-Have-Titel für PSVR geworden, der in keiner Spielesammlung fehlen sollte. Nebenbei bemerkt, dieser Review bezieht sich allein auf das erste Buch von Moss - es besteht berechtigte Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Quill – und darauf freuen wir uns jetzt schon.
  • liebenswerter Hauptcharakter, mit Knuddel-Charme
  • wunderschöne Landschaften und Lichtstimmungen
  • verträumter, melancholischer Soundtrack
  • spielbares Märchenbuch in VR
  • faire Kämpfe und Rätsel
  • großartiges „Mittendrin“-VR-Gameplaygefühl
  • relativ kurze Spielzeit (3-4 Stunden)
(Michael Schröder)
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