Enter the Void (Limited Mediabook Edition) Blu-ray

Original Filmtitel: Enter the Void

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Verkauf:
1 Mitglied verkauft
Disc-Informationen
deutsche Kinofassung, Uncut, 3 Discs, BD (1x), DVD (2x), enthält DVD Fassung, enthält Bonus-Disc, BD-Live, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Media Book
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
161 Minuten
Veröffentlichung:
04.02.2011
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Blu-ray Bewertungen

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bewertet am 17.03.2015 um 10:07
#14
Nach einem verpatzen Drogendeal wird Oscar auf der Toilette eines Tokyoter Clubs von der Polizei erschossen.

Enter the Void ist trotz seines neon-flackernden Looks der Clubszene Tokyos sehr unaufdringlich und extrem authentisch fotografiert. Das langsame Erzähltempo ist durch die lange Laufzeit des Streifens eine kleine Geduldsprobe an den Zuschauer, gibt ihm aber eine unglaubliche Glaubwürdigkeit und zieht den Zuschauer immer weiter mit hinein in die Welt des Rausches.

Nach dem Tod der Hauptfigur beginnt Regisseur Noe, die Geschichte der Geschwister Oscar und Linda zu erzählen. Seit dem Unfalltod ihrer Eltern fühlen sie sich eng miteinander verbunden, daher verdient er sich mit dem Verkauf von Drogen etwas Geld und holt sie zu sich nach Tokyo. Das Nachtleben fordert jedoch seinen Tribut.

Enter the Void ist ein Trip, eine Erfahrung und ein Kunstwerk. Der Film ist sogar verhältnismäßig zugänglich, er ist jedoch keine leichte Kost und sicher keine Unterhaltung im herkömmlichen Sinne. Mit der nötigen Zeit und Geduld erzählt er jedoch eine faszinierende und einzigartige Geschichte, wobei gerade die zweite Hälfte des Streifens, in der Oscars Seele über dem Leben der Hinterbliebenen zu schweben scheint, wirklich einen langen Atem erfordert.

Das Bild ist relativ grobkörnig, da die Lichtverhältnisse in der Regel bestenfalls als schummerig zu bezeichnen sind. Von flackerndem Neonlicht, dunklen Gassen und verrauchten Clubs macht es der Film seiner Kamera nicht leicht. Hinzu kommen gelegentlich stilistich gewollte Unschärfen.

Der deutsche Ton passend zur Stimmung und Erzählweise des Filmes ruhig und zurückhaltend und driftet gelegentlich ins Sphärische ab.

Das Mediabook ist ein schönes Sammlerstück und bietet ordentliche Extras.

Enter the Void ist Filmkunst abseits des Mainstreams, die dementsprechend sicher keine breite Zustimmung finden wird. Freunde von Arthouse Produktionen sind bei dem Streifen wahrscheinlich besser aufgehoben, auch wenn er teils durchaus drastisch ist.
Story mit 4
Bildqualität mit 3
Tonqualität mit 3
Extras mit 3
Player:
Panasonic DMP-BDT500
Darstellung:
Samsung UE-55ES7090 (LCD 55")
bewertet am 18.02.2015 um 18:19
#13
Ich stimme den kritischen Äusserungen voll zu, ich hatte ebenfalls Probleme die über 2,5 Stunden durchzustehen. Mehrmals habe ich auf die Uhr gesehen. Dieser Film lag offensichtlich nicht umsonst ein paar Jahre ungesehen im Schrank.

Der Ansatz, die Geschichte aus der Sicht des Hauptdarstellers zu erzählen, ist originell und konsequent umgesetzt. Aber das visuelle Konzept allein kann diesenFilm nicht davor retten zu langweilen. Eine Stunde weniger hätte mir auch gereicht.

Dazu noch die unterirdische Bildqualität. Ich hatte zunächst versehentlich die DVD eingelegt und als ich den Irrtum bemerkt habe, auf die BD gewechselt, wirklich kein Unterschied.

Insgesamt eher ein enttäuschendes Filmerlebnis.
Story mit 4
Bildqualität mit 3
Tonqualität mit 3
Extras mit 3
Player:
Yamaha BD-S2900
Darstellung:
Panasonic TX-P50GW10 (Plasma 50")
bewertet am 27.09.2013 um 19:17
#12
Die Idee den Film komplett aus der Ego- und Third Person Perspektive des Hauptdarstellers zu drehen, war gar nicht schlecht. Auch nach dessen Tod, geht die ungewöhnliche Reise weiter. Einziges Manko: Es ist teils sehr langatmig und die 2 1/2 Stunden Film kommen verdammt lang vor. Auch die teils ungewöhnliche Kamerführung ist gewöhnungsbedürftig. Wenn man sich aber drauf einlässt wirds ein irrer Trip mit grellen Bildern.

Bild: Das in AVC codierte Bild hinterässt einen faden Beigeschmack. In nur wenigen Szenen ist ordentliche Schärfe vorhanden. Die meiste Zeit muss man sich mit Unschärfen und stärkerem Rauschen begnügen. Allerdings sind die Farben schön kräftig. Auf den Punkt gebracht: Hier tuts auch die DVD.

Ton: Der deutsche DTS HD Ton geht in Ordnung. Er bietet gute Räumlichkeit, allerdings auch nur in wenigen Szenen in denen es zugelassen wird. Meist ists sehrt ruhig, da auch weitgehend auf musikalische Untermalung verzichtet wurde. Bei den Dialogen muss man auch keine Abstriche machen! Sie sind allesamt klar und deutlich zu verstehen.

Extras: Auf der Film Blu-Ray gibts nur Trailer und Dynamic HD Live. Auf der Bonus DVD sind dann aber ein paar nette Sachen dabei. Z.B. eine Doku oder das Making Of der Special Effects. Ausserdem ist ein Kurzfilm enthalten.

Das Mediabook sieht gut aus. Das Motiv auf der Front weiss zu gefallen und passt super zum Film. Das Booklet ist aber kein wirkliches Highlight. In ihm befinden sich nur ein paar Szenenbilder, ein interview mit Regisseur Gaspar Noé und eine kurze Biografie Noés.
Story mit 3
Bildqualität mit 3
Tonqualität mit 4
Extras mit 3
Player:
Sony BDP-S380
Darstellung:
ORION TV-42FX500D (LCD 42")
bewertet am 18.08.2013 um 03:10
#11
Das Mediabook ist Top, mit einem schönen Cover. Der Film ist ein Meisterwerk, ein teilweise nicht enden wollender Trip, mit verstörten- zugleich jedoch faszinierenden Szenen
Story mit 5
Bildqualität mit 4
Tonqualität mit 4
Extras mit 4
Player:
Toshiba BDX3200
Darstellung:
Toshiba 40TL868G (LCD 40")
bewertet am 14.06.2013 um 21:50
#10
toller film in dem für dumpfbacken die lehre des tibetischen totenbuchs erklärt wird.wenn mann dieses uralte buch gelesen hatt,wird mann begreifen das noe auf einzigartige weise den tod und wiedergeburt(bardo thödol)
wie es in dem buch erklärt wird wunderbar darstellt;)
Story mit 5
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 5
Extras mit 5
Player:
Panasonic DMP-BDT110
Darstellung:
Panasonic TX-P50VT20E (Plasma 50")
bewertet am 09.09.2012 um 17:27
#9
Ein wirklich komischer Film mit einer noch komischeren Story. Es ist wirklich so: Entweder man mag den Film und kann ihm was abgewinnen oder man wird paraktisch knappe 3 Stunden nur gelangweilt. Letzteres trifft wohl auf mich zu. Ich konnte dem Film nicht wirklich was abgewinnen und habe mich mehrmals gefragt, wann er denn nun endlich fertig ist. Als ich das letzte mal dann auf den Timer geguckt habe, standen immer noch 40 Minuten vor mir...

Die Bildqualität ist auch nur unter dem Blu-ray Durchschnitt, was wirklich schade ist, denn hier hätte man, vor allem während der Trips, wirklich was geiles Zaubern können!

Die dt. DTS-HD MA 5.1 Tonspur dagegen ist wirklich klasse! Der Bass ist nicht von schlechten Eltern und passt auch perfekt zur Stimmung des Films!

Die Extras, welche fast hauptsächlich auf der Bonus-DVD sind, sind in Ordnung und das Mediabook sieht klasse aus! Insgesamt jedoch ein Film, den zumindest ich nur einmal gucken werde...
Story mit 2
Bildqualität mit 3
Tonqualität mit 4
Extras mit 4
Player:
Samsung BD-D6500
Darstellung:
Samsung UE-55D6770 (LCD 55")
bewertet am 06.01.2012 um 22:41
#8
Unglaublich nihilistisch und Bizarr. Ein Meisterwerk! Leider ist die Bildqualität scheiße...
Story mit 5
Bildqualität mit 3
Tonqualität mit 4
Extras mit 4
Player:
Darstellung:
( 11")
bewertet am 11.03.2011 um 15:49
#7
Das Mediabook ist super, der Film leider nicht. Für mich was der Film viel zu verwirrend. Die Szenen sind blinkend und kaum erkennbar. Die Hinterkopfansicht ist speziell und irgendwie ganz gut. Leider hat mich die Thematik aber überhaupt nicht angesprochen. Bild und Ton sind durchschnitt.

Fazit: Das Mediabook top, der Film kontrovers -> Geschmacksache!
Story mit 2
Bildqualität mit 3
Tonqualität mit 3
Extras mit 4
Player:
Sony PlayStation 3
Darstellung:
Toshiba
bewertet am 27.02.2011 um 21:43
#6
Ich habe im Vorfeld verdammt viel über diesen Film gelesen! Die Meinungen gehen weit auseinander...Manche finden den Film super, manche sind gelangweilt. Gespannt habe ich mir nun den Streifen eben reingezogen und es wurde für mich zu einer wahren Geduldsprobe. Gleich zu Beginn als Oscar sich das DMT reinpfiff und danach 5 min nur Sternchensequenzen in verschiedenen Farben auftauchten...da vermutete ich schon einen schwer auszuhaltenden 161 min langen Film. Eigentlich ist es kein Film, sondern ein Trip! Nachdem Oscar auf der Toilette erschossen wurde......von da an hat man eine fortlaufende Sicht von OBEN....und zeigt die Hintergrundgeschichte/ das Leben von Oscar und seiner Schwester Linda von Anfang an und wie Oscar sie nach Tokio geholt hat; wie Linda an den Stripclubbesitzer Mario geraten ist....usw....Ebenso zeigt der Film dann aus Oscar´s Sicht wie das Leben nach seinem Tod von Linda, Alex und Victor weitergeht. Der Trip fordert schon viel Geduld. Es wird zwar verdammt viel Haut und offene Sexualität gezeigt, die echt im Vordergrund der Story steht. Als wenn Tokio nur aus Drogen und Sex besteht. Das Ende ist echt seltsam.....nachdem Linda ungewollt von dem Strip-Chef Mario schwanger wird ( ungeschützter Sex ), danach abtreibt....kommt sie zu der Erkenntnis, doch lieber mit Oscar´s Kumpel Alex zusammensein zu wollen ( der auch nach dem Ableben von Oscar untertauchen musste ), und dann mit ihm in sehr detallierten Bildern!!! ein Kind zeugt...nach der Entbindung ist der Film zu Ende!!! Sehr schwer zu verstehende Mitteilung, die Regisseur Gaspar Noe hier vermitteln will! Die Bildquali ist meist miserabel!! Durch Oscar´s Seelen-Von-Oben-Sicht mit räumlicher Sichteingrenzung ist das Bild ( wahrscheinlich gewollt ) sehr sehr unscharf. Zum Ende des Film ist das Bild dermaßen miserabel, dass man nichts mehr erkennen kann. Nur zu Beginn des Films, als Oscar mit Alex zur Drogenübergabe die Straßen entlang Richtung THE VOID geht...da sind die Bilder teils gut. Auch überzieht den ganzen Film leichtes bis starkes Filmkorn. Hier wurde NIE ein HD-würdiges Bild erreicht. DVD reicht hier aus!! Die HD-Tonspur haut einen auch nicht vom Hocker, da der Film sehr frontlastig ist. Die Extras auf separater Scheibe sind umfang und das Mediabook als Sonderverpackung ist das optisch "Schärfste" an dem Gesamtpaket überhaupt!
Story mit 3
Bildqualität mit 2
Tonqualität mit 3
Extras mit 4
Player:
Samsung BD-P1600
Darstellung:
Samsung UE-40B6000 (LCD 40")
bewertet am 23.02.2011 um 12:31
#5
Über den Dächern von Nizza
ist auf jeden Fall mehr los, als über denen von Tokio. So rasant und vielversprechend der Film auch anfängt, so zäh und ermüdend schleppt er sich im zweiten Teil voran.
Der furiose DMT Drogentrip zu Beginn, lassen auf auf eine visuelle Achterbahnfahrt hoffen, die vorgestellten Charaktere auf ein Underdogfilm ala Trainspotting, oder Drogendrama wie Jesus son o.ä. schließen.
Nach dem sehr zeitigen Ableben Oscars aber endet die Geschichte abrupt, bevor sie eigentlich richtig Fahrt aufgenommen hat. Dieser tritt dann nämlich erstmal auf Kosten des Erzählflußes in das vom tibetanischen Totenbuch beschriebene erste Stadium nach dem Tod ein, und sieht die wichtigsten Scenen seines Lebens noch einmal an sich vorbeiziehen.
Dies geschieht sehr ausführlich und hat durchaus seinen Reiz, werden hier doch in fesselnden Bildern die glücklichen sowie traumatischen Ereignisse seiner Kindheit gezeigt, die die Grundlage für die intensive Beziehung zu seiner Schwester bilden.
Auch wird Oskars Drogenmillieu, mit seinen psychopathischen Drogendealern und sein freakiger Freundeskreis nocheinmal näher beleuchtet und man hätte gern mehr über die Exoten erfahren, zumahl doch die Gespräche im Freundeskreis über LSD und DMT auf ein fundiertes Erfahrungsrepertoir schließen lassen und den Film sicherlich, wäre man hier etwas mehr in die Tiefe gegangen, um eine spirituelle oder philosophische Note hätten bereichern können. Das Potential bietet das Thema ja zuhauf und die Unterlassung schmerzt ein wenig.

Leider jedoch, und das ist dem Film zum Vorwurf zu machen, weckt Enter the Void in den ersten 25 min. (einschließlich des opening credits) insgesamt zu viele Hoffnungen, die in der zweiten Hälfte dann aber nicht eingelöst werden können.
Anstatt sich zu steigern und zu intensivieren, baut der Film erzählerisch zunehmends ab und versteift sich zu sehr auf den visuellen Aspekt, wobei hier die schwebende Kamera, die die Welt aus Sicht von Oskars Seele einnimmt, der dominierende Aspekt und eigentliche Protagonist des Films wird.
Die psychedelischen Farbenspielereien erreichen jetzt längst nicht mehr das Niveau des Anfangs erwähnten DMT Trips und erinnern eher an die Mätzchen des Lasergewitters der Grossraumdisse im Nachbarkaff oder Andromedanebelspiränzchen besserer Star Trek Folgen.
Auch Darmspiegelungen mit Wackelkontakt haben ähnliche Effekte zur Folge.
Das dies vermeidbar gewesen wäre, zeigt ein Blick in die Extras, in denen die DMT- und Vortexeffekte in erhabener Pracht zu bestaunen sind. Warum es nur ein müder Abklatsch der Vortexeffekte in die Endversion geschafft hat ist mir schleierhaft!!!

Was in der zweiten Hälfte folgt, nachdem sich Oskars Seele vom Körper gelöst hat, ist ein Flug über Tokios Dächer zu seinen Bekannten. So erfärt man dann in fragmentarischer Erzälweise, wie es mit Ihnen weitergeht.
Spätestens ab hier aber bietet der Film keine wirkliche dramaturgische Entwicklung mehr und enttäuscht so die Erwartungshaltung des Zuschauers, der ja immer irgendwie doch auf ein spannendes oder zumindest dramaturgisch ausgefeiltes Finale hinfiebert.
Stattdessen rollt die Geschichte einfach wie eine gebrandete Welle aus und die Protagonisten gehen folgerichtig Ihre Wege.

Oskars von der Bühne des Welttheaters losgelöste Perspektive, übernimmt jetzt zwangsläufig auch der Zuschauer. So betrachtet man die Welt distanziert von oben aus der Vogelperspektive und nimmt die Entwicklungen neutral beobachtend zur Kenntniss.
Das kann, wenn es denn so gewollt war eine gekonnte filmische Finesse sein, ist jedoch nach mindestens 20 min. ermüdend, zumahl die Kamerafahrten von A nach B zu oft einfach aus schwarz/weißen Filmschnipseln bestehen und durch die clipartige, sprunghafte Verknüpfung der einzelnen Sequenzen der Filmfluss schon im Keim erstickt wird. Die Vogelperspektive mag zwar für eine begrenzte Zeit ein legitimes filmisches Gimmick sein, beeindruckt den Zuschauer auch durch seine virtuosität, nutzt sich jedoch schnell ab und vermag nicht über eine gewiße erzählerische Leere, die auch nicht durch immer wieder eingestreute explizite Sexscenen verdeckt werden kann, hinwegzutäuschen.
So hat man dann den Eindruck, daß Noe über seine Beschäftigung mit Kamerafahrten, technischen Schwierigkeiten und außergewöhnlichen visuellen Umsetzungen, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen, und so seine primäre Aufgabe, nämlich den Zuschauer an den Film zu bannen, zu sehr aus dem Auge verloren hat.
Am Ende ist der Zuschauer halt nur noch reiner Zuschauer, aber kein Mitfühler mehr. Und meines Erachtens ist es aber immer wichtig, daß IM Zuschauer etwas passiert. Sei es das Mitfiebern bei einer interssanten Geschichte oder das WOW bei visuellen Spektakeln.
Aber einfach nur 70 min. dasitzen, dumm auf die Leinwand glotzen und mir immer und immer wieder die gleichen Kamerafahrten angucken, ist mir, bis auf weiter unten erwähnte Ausnahme, einfach zu wenig.
Zu diesem den Filmgenuß droßelnden Manko, kommt noch erschwerend die Tatsache hinzu, daß die Bildqualität oft an der Grenze des erträglichen ist.
Mit groben Filmkorn kann man ja noch Leben, aber die Verwaschenheit der Bilder läßt auf einen schlampigen Transfer schließen und kann kein filmisches Stilmittel sein. Das gesteh ich höchstens noch der leichten Unschärfe zu, soll diese doch evtl. die jenseitige Losgelöstheit Oskars von der Welt, in der feste Materielle Strukturen und Begrenzungen keine Gültigkeit mehr besitzen, untestreichen.

Noe wäre aber nicht Noe und Noe wäre auch kein (eingewanderter) Franzose, würde er es nicht unterlassen, Oskar in guter alter Spannermanier durch die Betten Tokios zu schleusen. Hier wird in allen Variationen und Abarten gevögelt, was das Zeug hält. Der Übergang von der Vogel- zur Vögelperspektive ist hier also fließend gelungen, und auch wenn das mehr Eigennutz ist und Noe hier Tribut an seine Verpflichtung als Provokatuer zollt, als das es wirklich die Handlung befruchtet, hat mir der neutrale, nicht mehr moralisierende Blick auf die Welt, sehr gut gefallen.
Hier wird das Treiben der Menschen, ohne kulturellen oder historischen Ballast, einfach das Treiben der Menschen sein gelassen, so wie es zu allen Zeiten war und sein wird.

Fazit: Enter the Void wartet mit einer fesselnden Geschichte in der ersten Hälfte auf, die einer von virtuosen Kamerafahrten dominierten zweiten Hälfte weicht und damit deutlich an Fahrt verliert. Inwieweit diese Enttäuschung einer durch Trailer, Filmkritiken und reißerischen Cover zu hochgeschraubte, bzw. falsche Erwartungshaltung geschuldet ist, kann nur durch eine zweite Besichtigung, die der Film auf jeden Fall verdient hat, herausgefunden werden.
Denn Celluloid auf Speed ist Enter the Void definitiv nicht. Das Medikament der Wahl um die zweite Hälfte des Films zu beschreiben wäre wohl eher Valium.
Auch treibt die Formulierung: Ein Film wie Trip treibt die Erwartungen nur unnötig in die falsche Richtung.
Es gibt zwar immer wieder ausgefallene Visuelle Effekte, diese sind jedoch sehr spärlich gesät; und auch ums Trippen, welches außerdem in Filmen wie Der Höllentrip, Der Trip oder Psych Out schon besser behandelt worden ist, geht es weniger. Vielmehr steht eine filmische Umsetzung des Tibetanischen Totenbuchs vor dem Hintergrund eines Underdog Drogendramas im Vordergrund, bei dem jedoch die visuellen und dramaturgischen Möglichkeiten nicht ausgeschöpft werden.
Was außer der Enttäuschung aber dennoch bleibt ist Dankbarkeit gegenüber dem Regisseur, den Geldgebern und allen Beteiligten für den Mut und die geistige Offenheit, die notwendig ist, solche außergewöhnlichen Projekte zu Unterstützen und zu realisieren.

P.S.: Unbedingt zu empfehlen sind außer den ungeschnittenen DMT und Vortexeffekten auch der Kurzfilm ENERGIE des deutschen Filmkünstlers Thorsten Fleisch, der auf den Extras enthalten ist.
Mein Plasmafernseher war danach 10 Grad wärmer als sonst....
Story mit 3
Bildqualität mit 3
Tonqualität mit 2
Extras mit 4
Player:
Sony PlayStation 3
Darstellung:
Panasonic PT-AE3000E
bewertet am 16.02.2011 um 22:41
#4
Ehrlich gesagt, war mir der Film etwas zu langatmig. Ne Stunde kürzer und er wäre OK.
Trotzdem bin ich nicht eingeschlafen - vielleicht auch nur weil man bei Gaspar Noé immer auf irgendwelche Schockeinsätze wartet, die hier aber nicht wirklich kommen.

Durch die ungewöhnliche Sichtweise bzw. Perspektive der Kamera wirkt das ganze zwar anfangs noch originell, aber im Laufe des Films wird es anstrengend, und manchmal möchte man sich einfach "herunterbeugen" um die Gesichter der Darsteller zu sehen denen man oft nur von oben auf den Kopf sieht...

Das Bild ist ebenfalls keine Offenbarung, obwohl man hier nicht weiß, ob das oft megakörnige Bild nicht irgendein Stilmittel sein soll. Aber auch die Lichteffekte die manchmal bis zum Äußersten ausgespielt werden, dürften manche als eher nervig erachten. (bei einigen dachte ich im ersten Moment das HDMI Kabel hat einen Wackelkontakt, oder der Player ist hin...)

Das Mediabook ist sehr liebevoll zusammengestellt, aber wer braucht die DVD ? Und wer sieht sich die minutenlangen bunten Farbspielereien an?

Fazit: besser erst leihen - eher was für Arte Fans ;-)
Story mit 3
Bildqualität mit 3
Tonqualität mit 4
Extras mit 3
Player:
Panasonic DMP-BDT100
Darstellung:
Samsung UE-55C8790 (LCD 55")
bewertet am 13.02.2011 um 21:20
#3
Schrill,bunt,anstrengend,innov ativ und zum Nachdenken anregend,mit Hammer Bildern und grandioser Kameraführung.Trotzdem haben mich Noes "Irreversible" und "Menschenfeind" mehr beeindruckt.Im Vergleich zum üblichen Mainstream Rotz aber um Klassen besser.Wenn der etwas langatmige Mittelteil nicht gewesen wär,hätts eine 5 werden können.Bild und Ton sind gut.
Story mit 4
Bildqualität mit 4
Tonqualität mit 4
Extras mit 4
Player:
Panasonic DMP-BD80
Darstellung:
Toshiba 47Z3030D (LCD 47")
bewertet am 11.02.2011 um 13:27
#2
“Do you remember that pact we made? We promised to never leave each other.”

Der französische Film war schon immer eine Klasse für sich und hat mit dem Regisseur Gaspar Noé das perfekte Aushängeschild gefunden.
Von seinem 95 Minuten langen, auf Celluloid gebannten Vorschlaghammer IRREVERSIBEL ging schon 2001 eine ungemein abstoßende wie auch gleichzeitig anziehende Faszination aus. Mit ENTER THE VOID verhält es sich da nicht viel anders.
Der 161-minütige Anschlag auf die Sinne des Zuschauers lässt sich nur schwer in Worte fassen! Die naheliegenste Bezeichnung wäre wohl eine „Nach dem Tod“-Erfahrung. Allein die gewählten Kameraperspektiven von Benoît Debie fallen aus dem Rahmen jeglicher Sehgewohnheiten. Hier betrachtet man die Umwelt des Hauptprotagonisten, dem Junkie Oscar, lediglich durch seine eigenen Augen, inkl. hektischem Augenzwingern. So wird das Publikum selbst teil des Geschehens und empfindet jede Emotion und Empfindung als wäre es die Eigene. Besonders gut funktioniert dieser Trick nach dem Ableben des Drogenkonsumenten/-dealers und während der schwebenden Reise durch Tokio, wo man hilflos mit ansehen muss wie die Hinterbliebenen am Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen zerbrechen.
Zumindest sollte sich jeder, der das Wagnis eingehen will, auf einen psychisch wie auch physisch ungemein schwierigen Streifen gefasst machen.

So berauschend der Stoff auch sein mag, desto ernüchternder ist die Blu-ray!
Das Bild ist unscharf, baut kaum Tiefenwirkung auf und zeigt die Bilder sehr oft in verzerrter Optik.
Der deutsche DTS-HD-Mix kommt auch nicht viel besser weg. Zu frontlastig, kaum räumliche Präsents und auch sonst recht unspektakulär. Auch wenn man den negativen Gesamteindruck unter dem Aspekt des Stilmittels betrachten kann, ist bei dieser Veröffentlichung das HD-Feeling Mangelware!
Das Media Book ist nach dem Entfernen des provisorischen FSK-Covers flatschenfrei und wertet das Gesamtpaket, neben dem fantastischen Hauptfilm, noch etwas auf, sodass die Pille nicht ganz so bitter schmeckt.
Story mit 5
Bildqualität mit 3
Tonqualität mit 3
Extras mit 4
Player:
Sony BDP-S360
Darstellung:
Sony KDL-40EX500 (LCD 40")
bewertet am 06.02.2011 um 23:33
#1
Gaspar Noe, für viele ein unbequemer Regisseur, die einen lieben ihn und seine Art des Filmemachens, die anderen halten ihn für bescheuert oder gar Schlimmeres.
Ich gehöre zu denen, die ihn für einen exzellenten Filmemacher halten - absolut!
Bereits die Filme Menschenfeind (auf Blu-ray noch nicht erhältlich, aber auf einer guten DVD von Legend/Universum vorliegend aus dem Jahre 1998) und sein hammerharter Streifen Irreversibel (gibt es bislang auch nur auf DVD von Legend) zeigten bereits, wie das Leben einem mitspielen kann und darüber hinaus, wie man sehr gute Filme mit einer Handkamera realisiert...
Enter the Void steht dem in nichts nach, es ist nicht zu übersehen, dass der Film von ihm ist, die Kameraführung ist ähnlich wie bei Irreversibel.

Das Bild:
Der Transfer liegt in einem schönen Cinemascope-Format vor.
Der Film gleicht einem Bilderbogen, gerade die Beleuchtung, die satten Farben kommen sehr schön zur Geltung.
Leider wirkt das Bild an einigen Stellen unruhig und man muss leider Filmkorn feststellen.
Aber Artefakte oder Ähnliches ist nicht da.
Wenn die Farbsequenzen erscheinen merkt man die Qualität des Full HDs an.
Doch im übrigen Verlauf des Films sieht man das leider zu wenig, das ist dem Einsatz der Handkamera geschuldet.
Die Qualität ist aber besser, als auf der beigefügten DVD-Version des Films.

Der Ton:
Die Tonqualität ist exzellent gestaltet, beide unkomprimierten Tonspuren im HD-Format sind direktional und basslastig, gerade die Diskotheken-Szenen erstrahlen in einem direktionalen und homogenen Soundfeld.
Das Ganze ist sehr schön abgemischt!

Extras/Specials :
Die Specials sind auf einer Bonus-DVD enthalten und somit in Standard Definition vorliegend.
Auf der Blu-ray ist der Kinotrailer in HD abgetastet.
EInen Audiokommentar sucht man leider vergebens, aber dafür wird man mit sehr guten filmbezogenen Specials entschädigt, Making of, Dokumentation, etc.
Das MediaBook, hat vorne ein Blatt das leicht zu entnehmen ist, kein FSK-Siegel auf dem Frontcover (nach Entnahme des Blatts).
Es ist stabil in der Verarbeitung und sieht absolut top aus.
Der Buchteil hat ein Interview mit Gaspar Noe zu bieten.
Unterm Strich ist das Bonusmaterial sehr gut gelungen.

Fazit:
Die Edition ist wirklich gut gelungen.
Der Film ist eher eine Offenbarung in Sachen Kunstvielfalt im Film, denn ein Film.
Die meisten werden mit dem Film wahrscheinlich nicht viel anfangen, aber ich kann sagen, dass der Film eine Bereicherung des Filmemachens ist!
Fängt man erstmal an, möchte man den Film auch zu Ende schauen, er wirkt berauschend und dadurch fesselnd zugleich.
Kaum vorstellbar, dass ein Film dieser Art aus deutschen Landen kommen könnte...
Absolutes Must Have für Filmliebhaber!
Pflichtkauf (für Anhänger von Gaspar Noe!)!
Story mit 5
Bildqualität mit 4
Tonqualität mit 5
Extras mit 5
Player:
Sony BDP-S360
Darstellung:
Sony KDL-40S5500 (LCD 40")
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Enter the Void (Limited Mediabook Edition) Blu-ray
Story
 
3.8
Bildqualität
 
3.3
Tonqualität
 
3.6
Extras
 
3.9

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